Flüchtlingsbetreuung
Betreuung von unbegleiteten Flüchtlingen

Allgemeine konzeptionelle
Schwerpunkte und Ziele
- Klärung der Perspektive
- Begleitung des Asylverfahrens bzw. Klärung des Aufenthaltsstatus
- Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt
- Stabilisierung und Vorbereitung auf ein selbständiges Leben
Allgemeine Pädagogische Ziele
- Vermittlung gesellschaftlicher Grundwerte
- Vermittlung kultureller Werte
- Bestmögliche sprachliche, schulische und berufliche Förderung
- Vergangenheitsbewältigung, Stärkung der Beziehungsfähigkeit
- Orientierungs- und Strukturhilfen geben
- Vermittlung lebenspraktischer Fähigkeiten
- Fähigkeit zur eigenen Lebensplanung, Entwicklung von persönlichen Zielen und sich daraus ergebenden Handlungsstrategien
- Auseinandersetzung mit Grenzen, Grenzen akzeptieren lernen, eigene Grenzen erfahren
- Stärkung der Fähigkeit zur Bewältigung von Konflikten, und im Umgang mit Frustrationen
- Hilfen bei der Aufarbeitung von Gewalterfahrungen
Organisation und Durchführung des betreuten Wohnens im Rahmen der stationären Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen in Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe St. Josef, Eltmann (s. auch www.jugendhilfe-eltmann.de)
- Die Aufnahmeanfrage erfolgt über die Gesamtleitung der Kinder- und Jugendhilfe St. Josef. Die Federführung liegt bei der Kinder- und Jugendhilfe St. Josef.
- Wenn die Voraussetzungen für eine Aufnahme des UmA im Rahmen des Betreuten Wohnens gegeben sind, wird das Sozialteam beauftragt, die Durchführung zu organisieren
- Die Jugendlichen werden in einer angemieteten Wohnung untergebracht- in der Regel 2 Jugendliche/ Wohnung
Methoden
- Clearing bei Bedarf
- Betreuungsvertrag
- Einführung in die Kulturellen Gegebenheiten in Deutschland
- Regelmäßig tägliches Aufsuchen der Wohnung mit Betreuung
- Vermittlung eines strukturierten Tagesablaufs
- Selbstversorgerkonzept und Hilfen im lebenspraktischen Bereich
- Intensive Hilfen bezüglich der Verselbständigung des Jugendlichen
- Individuelle Betreuung bezüglich des Spracherwerbs – Schulergänzender, eigener Förderunterricht
- Freizeitpädagogik durch eigene Gruppenangebote und Integration in das Freizeitprogramm der Kinder- und Jugendhilfe St. Josef
- Eltern/ Familienarbeit soweit möglich/ Unterstützung in der persönlichen Entwicklung im Spannungsfeld der Erwartungen der Herkunftsfamilie und den Anforderungen in der aktuellen Lebenssituation
- Schulische/berufliche Förderung; regelmäßige Zusammenarbeit mit der Schule
- Krisenintervention
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit externen Partnern
- Eine Nachbetreuung erfolgt mit Volljährigkeit im Anschluss an die stationäre Betreuung. Sie ist in der Regel auf 1 Jahr befristet.
- Die Aufnahmeanfrage erfolgt über die Geschäftsleitung der Sozialteam- Kinder- und Jugendhilfe Eltmann GmbH als Träger der Nachbetreuung.
- Die jungen Volljährigen wohnen in einer eigenen Mietwohnung oder Gemeinschaftsunterkunft
Methoden
- Betreuungsvertrag
- Regelmäßiges Aufsuchen der Wohnung mit Betreuung und Klärung wichtiger Fragen (i.d.R. 16 Std./Monat)
- Intensive Hilfen bezüglich der Verselbständigung des jungen Volljährigen
- Hilfen bei der Haushaltsführung
- Beratung bei finanziellen Fragen
- Beratung beim Umgang mit Behörden
- Hilfen beim Ausfüllen von Formularen und Bearbeiten der Post
- Beratung zu Zukunftsfragen rund um Schule, Arbeit, Wohnen, Familie und größere Anschaffungen
- Bei Bedarf Zusammenarbeit mit der Schule oder Arbeitsstelle
- Krisenintervention
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit externen Partnern